KI – Kein Interesse!

Als 1-Mann-Unternehmen wie ich es bin versucht man sich natürlich die Arbeit hier und da ein wenig zu erleichtern. Was die Bearbeitung von meinem Leder angeht, bin ich da ziemlich strikt: Ich verwende grundsätzlich simple Handwerkszeuge wie scharfe Klingen, Hammer, Locheisen, Nietensetzer, Nadel und Faden. Das macht ja gerade die Freude an der Sache, am Arbeiten mit dem natürlichen Material!

Wo’s dann allerdings um die Präsentation meiner Arbeit ging muss ich zugeben, dass ich tatsächlich mal probiert habe, das ganze mittels der KI ein wenig „aufzupeppen“: Also flugs ein wackeliges Foto mit dem Handy von einem neuen Armband gemacht, in die „Cloud“ hochgeladen und probiert, was man damit so alles anstellen kann.

Die Ergebnisse waren in der Tat erstaunlich! So war es möglich, nur anhand einiger mäßiger Produktfotos ein ganzes Video von meinem Armband an einem Rocker-Handgelenk herzustellen. Krass! Aber irgendwie einfach Beschiß, nicht echt, und nicht ehrlich. 

Und genau darum gehts mir ja: Echte, ehrliche Handarbeit. Darum habe ich beschlossen, auch bei den Bildern die Zeit zu investieren und alles selbst zu machen. Eine billige Fotobox mit grauem Hintergrund hatte ich noch, die Beleuchtung wurde mittels selbstgebastelten Diffusor aus Pappe und Pergamentpapier angepasst, für die Fotos habe ich meine treue Uralt-Lumix G2 von 2010 wieder ausgegraben, und dann noch ein paar stimmige Requisiten besorgt. 

Die Ergebnisse sind zwar noch nicht perfekt, aber erstens echt, und zweitens lerne ich gleich noch was in Sachen Produktfotografie dazu! 😎